Die Mörsermühle Modell MG100 dient zum reproduzierbaren Zerkleinern, Homogenisieren und Mischen einer Vielzahl fester Materialien unter trockenen, nassen oder kryogenen Bedingungen. Das zu verarbeitende Material gelangt über die Einfüllöffnung im Einlaufdeckel von oben in den Zerkleinerungsbereich zwischen Mörser und Stößel. Das Material wird anschließend zwischen der Innenfläche des Mörsers und der Unterseite des Stößels zerkleinert und vermischt.
Um den erforderlichen Anpressdruck an die gewünschte Endfeinheit und das Bruchverhalten der aufzubereitenden Probe anzupassen, ist die MG100 mit einem einstellbaren Anpressdruckmechanismus mit Skala, einer variablen Drehzahleinstellung von 50–130 U/min sowie einer flexiblen Abstreifereinstellung ausgestattet.
Nur durch die Kombination dieser drei wesentlichen Einstellmöglichkeiten lässt sich ein breites Spektrum an Probenvorbereitungsaufgaben abdecken.
Kein anderes Mahlsystem lässt sich leichter reinigen als die Mörsermühle MG100.
Nach Beendigung des Mahlvorgangs können Mörser und Stößel mittels eines Bajonettverschlusses herausgenommen werden, um eine schnelle Reinigung der Mahlwerkzeuge durchzuführen.
Merkmale und Vorteile
- Einstellbare Drehzahl: 50–130 U/min
- Einfache Reinigung: Mörser und Stößel lassen sich schnell entfernen
- Nachfüllen von Probenmaterial während des Mahlvorgangs über die Einfüllöffnung im Deckel
- Schaber und Stößel während des Betriebs verschieben
- Benutzerfreundliches Bedienfeld
- Optimale Einsatzbereiche: Trockenmahlung / Nassmahlung / Ultrafeinmahlung / Kryogene Mahlung und Mischung
- Geeignet für die Zellaufschluss zur DNA-/RNA-Extraktion
- Chargenvolumen von 10 bis 200 ml
Technische Daten
| Anwendung | Trockenmahlung, Nassmahlung, Ultrafeinmahlung, kryogene Mahlung und Mischen |
| Funktionsprinzip | Druck und Reibung |
| Maximale Aufgabegröße | 8–10 mm, je nach Probe |
| Maximale Menge | 200 ml |
| Maximale Endfeinheit | 10–20 µm* |
| Drehzahl | 50–130 U/min, einstellbar |
| Einstellung der Mahlzeit | 1–99 Min. / Dauerbetrieb |
| Einstellung des Stößels | über Einstellrad |
| Druckeinstellung | über Skala einstellbar |
| Einstellung des Abstreifers | über Einstellrad |
| Material von Mörser und Stößel | Achat, Edelstahl, Zirkonium; weitere Materialien auf Anfrage |
| Elektrische Anforderungen / Motorleistung | 0,2 kW |
| Stromversorgung | 100–120 / 200–240 Volt, 50/60 Hz |
| Stromanschluss | 1-phasig |
| Standard | CE |
| Schutzart | IP40 |
| Gewicht | 53 kg |
| Abmessungen B x T x H | 700 x 750 x 700 mm |
Funktionsweise der Mörsermühle
Die Funktionsweise einer Mörsermühle basiert auf Reibung und Druck. Ein motorbetriebener Stößel dreht sich in einer feststehenden Mörserschale und übt dabei eine Mahlkraft auf die Probe aus. Das Material wird in den Mörser gegeben, und während sich der Stößel dreht, zerkleinert, mahlt und vermischt er die Probe zu einem feinen Pulver. Der Prozess lässt sich durch die Einstellung von Drehzahl und Druck steuern, was eine effiziente Verarbeitung sowohl weicher als auch harter Materialien ermöglicht. Diese Konstruktion gewährleistet eine gleichmäßige Partikelgrößenverteilung, minimiert Probenverlust und Kontamination und ist somit ideal für Anwendungen, die eine hohe Reproduzierbarkeit erfordern.
Bedienfeld
Das Bedienfeld einer Mörsermühle ist auf Benutzerfreundlichkeit und präzise Steuerung ausgelegt. Es umfasst in der Regel ein intuitives Digitaldisplay zur Einstellung von Parametern wie Mahlzeit, Stößeldruck und Drehzahl. Das Bedienfeld kann zudem über Start-, Stopp- und Pausenfunktionen verfügen, sodass Anwender die Einstellungen während des Betriebs anpassen können, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Fortgeschrittene Modelle verfügen über programmierbare Speichereinstellungen, mit denen Bediener vordefinierte Mahlprotokolle für wiederholbare Experimente speichern und abrufen können. Diese optimierte Benutzeroberfläche gewährleistet eine benutzerfreundliche Bedienung und ist somit auch für weniger erfahrenes Laborpersonal leicht zu handhaben.
Sicherheitsmerkmale
Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, sind Mörsermühlen mit mehreren Sicherheitsmerkmalen ausgestattet. Dazu gehört ein automatischer Abschaltmechanismus, der bei Öffnung des Deckels während des Betriebs einsetzt und die Benutzer vor möglichen Verletzungen schützt. Ein Überlastschutz ist integriert, um Motorschäden bei übermäßiger Probenbelastung zu verhindern. Darüber hinaus ist das Gerät häufig mit rutschfesten Füßen für einen stabilen Betrieb und reduzierte Vibrationen sowie mit Schutzabdeckungen zur Minimierung der Staubentwicklung ausgestattet. Diese Sicherheitsmaßnahmen tragen dazu bei, eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten, insbesondere bei hohem Durchsatz oder im Dauerbetrieb.
FAQ zur Mörsermühle (Häufig gestellte Fragen)
Anwendungsbereiche
Mörsermühlen sind vielseitig einsetzbar und finden in verschiedenen Bereichen Anwendung. Sie werden zur Probenvorbereitung in der Chemie für analytische Verfahren, in der pharmazeutischen Forschung zur Arzneimittelformulierung sowie in der Materialwissenschaft zur Vorbereitung von Proben für die Analyse verwendet.





