Der Proctor/Fagerberg-Test ist ein Verfahren zur Bestimmung der für den Transport sicheren Ladungsmenge. Das Material wird je nach Art bei etwa 60 °C teilweise getrocknet.
Die Materialmenge sollte mindestens das Dreifache der erforderlichen Menge betragen. Nach dem Trocknen wird dem Material eine geeignete Menge Wasser zugesetzt. Die Probe wird etwa 5 Minuten lang sorgfältig gemischt; anschließend wird etwa ein Fünftel der gemischten Probe in die Form gefüllt. Nach dem Glätten der Probe wird diese mit dem mitgelieferten Hammer verdichtet.
Dieser Vorgang wird für alle fünf Schichten insgesamt 25 Mal wiederholt. Anschließend kann das Verlängerungsstück entfernt werden, damit die Probe erneut geglättet werden kann; nachdem das Gewicht des Zylinders mit der Probe ermittelt wurde, wird die Probe getrocknet und das Gewicht bestimmt.
Das Proctor/Fagerberg-Prüfgeräteset besteht aus einem Hammer und einer Hammerführung (50 oder 75 mm) sowie einer zylindrischen Edelstahlform mit einem Durchmesser von 150 mm und einer Höhe von 120 mm, die mit einem abnehmbaren Verlängerungsstück ausgestattet ist. Die Produktgrößen variieren je nach Art der durchzuführenden Prüfung.
Merkmale und Vorteile
- Trägt durch die genaue Bestimmung der TML zur Gewährleistung eines sicheren Seetransports bei
- Geräte für die Prüfmethode bei fein- und grobkörnigen Materialien mit einer maximalen Korngröße von 5 mm
- Verfügbare Ausführungen für Eisen, Kohle sowie die Standardausführung
- Verbessert die Einhaltung internationaler Schifffahrtsvorschriften (IMSBC)
- Liefert präzise Prüfergebnisse
Technische Daten
| Technische Daten* | Normal* | Kohle* | Eisen* | Bauxit* |
|---|---|---|---|---|
| Gewicht des Hammers | 350 g | 337,5 g | 150 g | 337,5 g |
| Durchmesser des Kompakthammers | 50 mm | 75 mm | 50 mm | 50 mm |
| Schlaghöhe | 200 mm | 150 mm | 150 mm | 150 mm |
| Innendurchmesser des Rohrhammers | 53 mm | 78 mm | 53 mm | 78 mm |
| Innenvolumen der Form | 1.000 cm³ | 2121 cm³ | 1.000 cm³ | 2121 cm³ |
| Innendurchmesser der Form | 105 mm | 150 mm | 105 mm | 150 mm |
| Innenhöhe der Form | 115,5 mm | 120 mm | 115,5 mm | 120 mm |
| Höhenauszug | 75 mm | 75 mm | 75 mm | 75 mm |
Funktionsprinzip des Proctor-/Fagerberg-Verfahrens
Der Proctor/Fagerberg-Versuch wird durchgeführt, um die maximale Dichte zu ermitteln, die ein Material unter einer bestimmten Verdichtungskraft bei verschiedenen Feuchtigkeitsgraden erreichen kann.
Eine Probe des Schüttguts wird mit unterschiedlichen Mengen Wasser gemischt, um Prüfkörper mit unterschiedlichen Feuchtigkeitsgehalten herzustellen.
Die vorbereitete Probe wird in die Proctor-Form gegeben und mit einem Stößel oder Rammstampfer verdichtet. Es werden mehrere Materialschichten verdichtet, wobei jede Schicht eine gleichbleibende Anzahl von Schlägen erhält, um eine gleichmäßige Verdichtung zu erzielen.
Messung von Dichte und Feuchtigkeitsgehalt: Nach der Verdichtung werden Gewicht und Volumen der Probe gemessen, um deren Trockendichte zu bestimmen. Zudem wird der Feuchtigkeitsgehalt analysiert.
Die Ergebnisse werden in einem Diagramm dargestellt, um den optimalen Feuchtigkeitsgehalt (OMC) zu ermitteln, der dem Feuchtigkeitsgehalt entspricht, bei dem das Material seine maximale Trockendichte erreicht.
Mithilfe des Proctor/Fagerberg-Versuchs wird die transportierbare Feuchtigkeitsgrenze (TML) für Schüttgüter bestimmt.
Die TML stellt den höchsten Feuchtigkeitsgehalt dar, bei dem das Material sicher auf dem Seeweg transportiert werden kann, ohne dass die Gefahr einer Verflüssigung besteht.
Durch die Bestimmung der TML trägt der Proctor/Fagerberg-Test dazu bei, eine Verflüssigung der Ladung zu verhindern, die aufgrund von Verschiebungen der Ladungsstabilität zum Kentern von Schiffen führen kann.
Dies ist entscheidend für den sicheren Seetransport von Schüttgütern wie Eisenerzfeinanteilen, Bauxit und Kohle.
Die Proctor/Fagerberg-Geräte ermöglichen präzise Messungen der Trockendichte und des Feuchtigkeitsgehalts und gewährleisten so zuverlässige Daten zur Bestimmung der Stabilität von Schüttgütern.
Dies trägt zur Einhaltung internationaler Schifffahrtsvorschriften bei, wie beispielsweise des Internationalen Codes für feste Massengüter (IMSBC-Code).
Geräte
Die Proctor/Fagerberg-Geräte sind ein spezialisiertes Prüfsystem zur Bestimmung des optimalen Feuchtigkeitsgehalts (OMC) und der maximalen Trockendichte von körnigen Schüttgütern, das insbesondere in Branchen des Seeverkehrs, des Schüttgutumschlags und der Geotechnik zum Einsatz kommt.
Das Verfahren hilft bei der Bewertung, wie sich der Feuchtigkeitsgehalt auf die Verdichtung und Stabilität von körnigen Materialien wie Eisenerz, Kohle, Sand oder anderen Schüttgütern auswirkt, was für den sicheren Transport und die Lagerung von entscheidender Bedeutung ist.
Das Proctor/Fagerberg-Prüfverfahren ist entscheidend für die Bestimmung der transportierbaren Feuchtigkeitsgrenze (TML) von Schüttgütern, um eine Ladungsverflüssigung zu verhindern – ein gefährliches Phänomen, bei dem sich eine Ladung wie eine Flüssigkeit verhalten kann, wenn sie übersättigt ist und Vibrationen ausgesetzt wird, was während des Transports zu Instabilität im Schiff führen kann.
Ähnlich wie bei Geräten für Bodenuntersuchungen handelt es sich bei der Proctor-Form um einen zylindrischen Metallbehälter, der für die Aufnahme einer festgelegten Menge an Schüttgut ausgelegt ist.
Der Stampfer ist ein beschwerter Stempel, mit dem das Material im Inneren der Form mit gleichbleibender Kraft verdichtet wird.
Diese dienen dazu, eine gleichmäßige und einheitliche Verdichtung während der Prüfung zu gewährleisten und ermöglichen eine kontrollierte Krafteinwirkung.
Eine Präzisionswaage wird verwendet, um das Gewicht der verdichteten Probe zu messen und deren Trockendichte genau zu berechnen.
Enthält Feuchtigkeitsanalysatoren zur Bestimmung des Wassergehalts des Materials vor und nach der Verdichtung.
TML Proctor/Fagerberg FAQ (Häufig gestellte Fragen)
Anwendungsbereiche
- Wird zur Bestimmung der TML von Schüttgütern verwendet, um einen sicheren Seetransport zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig für Ladungen wie Feineisenerz, Nickelerz und Kohle, bei denen ein hohes Verflüssigungsrisiko besteht.
- Wird zur Bewertung der Verdichtungseigenschaften von Boden und Zuschlagstoffen eingesetzt und unterstützt den Straßenbau, den Dammbau sowie andere Tiefbauprojekte.
- Nützlich zur Beurteilung der Verdichtungseigenschaften von Abbaumaterialien, um Lagerung und Transport zu optimieren und so das Risiko von Unfällen und Materialverlusten zu verringern.
- Die Prüfung trägt zur Verbesserung der Handhabung und Verarbeitung von Schüttgütern in Branchen wie der Landwirtschaft, der Zementindustrie und der chemischen Industrie bei, in denen der Feuchtigkeitsgehalt den Materialfluss und die Verarbeitungseffizienz beeinflussen kann.
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